EKG

EKGEKG ist die Abkürzung für Elektrokardiogramm. Dies bedeutet, dass der Stromfluss im Herz gemessen und aufgezeichnet wird.

Der Sinusknoten ist der Taktgeber des Herzschlags. Dieser ist ein kleiner Knoten aus Nervenzellen, der in regelmäßigen Abständen Stromimpulse abgibt. Diese Stromimpulse breiten sich zunächst über den Herzvorhof aus und werden dann über andere Nervenfasern in die Herzkammer geleitet, wo sie sich ebenfalls ausbreiten. Durch den Stromimpuls wird über einen komplizierten Mechanismus ein Zusammenziehen der Herzmuskulatur ausgelöst, was zu einer Herzaktion führt. Durch eine Herzaktion wird das Blut durch den Körper gepumpt, was als Pulsschlag fühlbar ist.

Die Stromspannung im Herzen kann über Elektroden an Armen und Beinen sowie an der Brustwand gemessen werden und liegt im Bereich von 1 – 3 Millivolt (ein Millivolt ist ein tausenstel Volt). Die Stromspannung wird dann an verschiedenen Stellen (insgesamt 12 Kanäle) über einen kurzen Zeitraum aufgezeichnet; hierdurch zeigt sich dann eine charakteristische Stromkurve. Bei Veränderungen des Herzmuskels breitet sich der Strom auf andere Art und Weise aus und verändert so das Aussehen der Stromkurve. Diese Abweichungen von einem normalen Stromkurvenverlauf können Durchblutungsstörungen, Veränderungen der Herzmuskulatur bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder sogar Veränderungen der Zusammensetzung der Blutsalze anzeigen.